Gästegottesdienst

Bischof Jeremiah auf Mission in Europa

Am 26. August um 10 Uhr dürfen wir hohen Besuch aus Sheffield (GB) bei uns in Horw im Gottesdienst willkommen heissen: Jeremiah Gomado ist eine eindrückliche Persönlichkeit mit einer bewegten Lebensgeschichte. Die Art und Weise, wie er seinen Glauben lebt und dabei nach Gottes Willen für sein Leben fragt, ist inspirierend, gerade für uns – oftmals eher nüchternen – Europäer.  Aufgewachsen ist Jeremiah in einer katholischen Familie in Togo und Ghana. In seiner Jugend entdeckte er die Kostbarkeit des Gebets und der Bibel und wurde Pastor bei Adonai international ministries. Vor 10 Jahren wurde er nach England ausgesandt, um gemeinsam mit seiner vor einem Jahr verstorbenen Frau in Europa Kirchen zu gründen. Mit viel Herzblut und grosser Hingabe hat es sich Jeremiah zu Lebensaufgabe gemacht, Mitmenschen in ihrem Glauben herauszufordern und aufzubauen. Seine Kirche, welche vor allem aus afrikanischen Migranten besteht, hat mittlerweile drei Standorte und in der dazugehörigen Bibelschule werden Pastoren für ihren Dienst in Europa ausgebildet. Was treibt diesen Mann an? Welchen Blick hat er auf das Christentum in Europa? Was können europäische von afrikanischen Christen lernen und umgekehrt? Diese und weitere spannende Fragen dürfen wir dem vor drei Jahren zum Bischof ernannten Jeremiah im Gottesdienst stellen.   

Autor: Jonas Oesch | Datum: 28.06.2018

Kirchensplitter

Von schädlichen Erwartungen und langweiligen Monokulturen

Im Vorfeld unserer Gemeindeferien im Tessin fragte ich drei Teilnehmer an, ob sie bereit wären, uns während diesen Tagen ihre persönliche Glaubensgeschichte zu erzählen. Angestossen hatte diese Anfrage unser Jahresthema „zämewachse – zäme wachse“. Ja, wie wächst eigentlich Glaube heran? Wie wurde er gepflanzt? Welche Schlüsselpersonen haben zum Gedeihen beigetragen? An welchen Erfahrungen und Erkenntnissen bin ich als Christ gewachsen? Und an welchen Früchten des Glaubens darf ich mich heute erfreuen?  

Mit all diesen Fragen löcherte ich die drei Teilnehmer und wartete gespannt auf ihre Reaktionen. Alle erklärten sich bereit, ihre Geschichte zu erzählen, doch äusserten sie auch ihre Bedenken: „Bist du sicher, dass du das möchtest, Jonas? Ich habe wahrscheinlich einige Ansichten, welche zu Diskussionen führen könnten!“ meldete eine Person zurück. Und eine andere: „Ich bin jetzt nicht DER Christ und lebe meinen Glauben wahrscheinlich nicht so, wie viele es erwarten würden.“  

Dass diese Befürchtungen ihren Grund in ihren Erfahrungen hatten, zeigte sich dann, als die drei offen ihre Geschichten erzählten. Da war von kontroversen Ansichten die Rede, welche zu Ablehnung geführt hatten; von Erwartungen und Druck von aussen, welche schlechte Entscheidungen provoziert hatten und noch heute ihr Bild vom Christsein prägen.

Die drei Glaubensgeschichten haben mich ins Grübeln gebracht. Woher kommt dieses – oft enge - Bild, welches wir von christlicher Nachfolge haben? Weshalb wird das Evangelium so oft zunächst als Anspruch und nicht als Zuspruch verstanden? Warum fällt es uns oft schwer, Mitchristen, welche aufgrund ihrer Erfahrungen und Geschichte andere Glaubensüberzeugungen haben als wir, einfach stehen zu lassen und in ihrer Andersartigkeit anzunehmen? Dabei wäre doch genau das eine grosse Chance, wenn wir sagen würden: „Ich sehe das anders, aber ich schätze dich und will mich von dir hinterfragen lassen.“  

Beim Abschlussgottesdienst im Tessin liess mich ein Gedanke nicht mehr los: Monokulturen sind langweilig! Dies gilt für die Pflanzenwelt, ebenso wie für die christliche Gemeinde. Ich bin dankbar, dass sich in unserer Kirchgemeinde Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten und Glaubensüberzeugungen versammeln. Wir brauchen einander. Wir wachsen aneinander, gerade auch dann, wenn unser Gegenüber sein Christsein anders versteht als wir, wir dies annehmen und miteinander ins Gespräch kommen können. Wir sind alle eingepflanzt in denselben Topf, unser Glaube wird genährt aus demselben Wort, von demselben Schöpfer. Doch wächst aus diesem Topf eine bunte Vielfalt von Glaubenspflanzen. Und zusammen zeigt dieser bunte Blumenstrauss von Gläubigen etwas von der Schönheit Christi auf dieser Erde.

Autor: Jonas Oesch | Datum: 28.06.2018

Rückblick Gemeindeferien in Moscia

Vier Tage Gemeinschaft und Sonnenschein

Unsere Gemeindeferien in der wunderschönen Casa Moscia, direkt am Lago Maggiore gelegen, waren ein tolles Erlebnis, die Gemeinschaft und die Stimmung einfach super. Neben den gemeinschaftlichen Zeiten blieb viel Zeit für das individuelle und gemeinsame Geniessen: Das schöne Wetter lud zum „Sünele“ und Baden im See ein. Die Biker machten sich auf, die Tessiner Hügel und Grotti zu erkunden, während die Wanderfreudigen den Pizzo Leone erklommen und die wunderbare Aussicht genossen. Die jüngste Teilnehmerin war noch keine 10 Monate alt, während die Älteste 76 Jahre Lebenserfahrung mitbrachte und die Kinder (und die Erwachsenen!) jeweils vor dem Ins-Bett-Gehen mit einer Gutenachtgeschichte beschenkte. Beim Kaffee auf der gemütlichen Piazza, dem Grillabend am See oder dem Ping-Pong-Mätschli bot sich Gelegenheit, auszutauschen und einander besser kennenzulernen. So wurden diese Tage für unser Miteinander zum grossen Segen.

Autor: Jonas Oesch | Datum: 21.06.2018

Nächster Gottesdienst

  • Ökum. Bundesfeier

    01. August 2018 | 10:00 Uhr

    Horwer Halle

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Aktuelle Anlässe

  • Gemeinsam unterwegs

    30. August 2018 | 14:00 Uhr

    Kirchgemeindesaal

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Anonymität wird selbstverständlich bewahrt.

Tageslosung | 19.07.2018

In deiner Hand, HERR, steht es, jedermann groß und stark zu machen.
1.Chronik 29,12

Es kam unter den Jüngern der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte wäre. Da aber Jesus den Gedanken ihres Herzens erkannte, nahm er ein Kind und stellte es neben sich.
Lukas 9,46-47